2025/2026

Orpheus & Eurydike

Eine Oper ohne Orchester dafür in IV Akten

frei nach Christoph Willibald Gluck

Fotos © Hupfeld / zum Vergrößern auf die Bilder klicken

Spiel: Tim Alberti, Dorothea Brandt, Gunda Gottschalk, Stefan Hellwinkel, Luise Kinner, Fabian Neubauer, Leo Nitas, Kenji Takagi, Lioba Ullrich und Ute Völker

Regie: Jakob Fedler

Musikbearbeitung: Gunda Gottschalk, Fabian Neubauer & Ute Völker

Bühne & Kostüm: Oliver Kostecka

Outside Eye: Katharina Weishaupt

Produktionsleitung: Ute Völker

In Kooperation mit: Kinder & Jugend Theater Dortmund, Prinz Regent Theater Bochum, zukünftiges Pina Bausch Zentrum Wuppertal & Orangerie Köln

Orpheus und Eurydike – die beiden sind eines der großen, tragischen Liebespaare der europäischen Kulturgeschichte. Der griechische Mythos erzählt, wie Orpheus nur einen Tag nach der Hochzeit seine geliebte Frau Eurydike durch einen tödlichen Schlangenbiss verliert. Orpheus, der begnadeter Sänger und Leierspieler, der Liebling der Götter, klagt die Götter an. Amor, der Gott der Liebe, lässt sich erweichen und erlaubt Orpheus ins Totenreich hinabzusteigen und Eurydike ins Leben zurückzuholen. Unter einer Bedingung: Er darf sich auf dem Rückweg nicht nach ihr umdrehen, bis sie beide das Licht der Oberwelt erreicht haben. Doch Eurydike ist erst erstaunt, dann tief verletzt und verzweifelt, dass Orpheus sie nicht anschaut. Orpheus erträgt ihr Leiden nicht – oder überkommt ihn etwa kurz vor dem Ziel die Angst, dass Eurydike ihm nicht folgt? Er dreht sich um… Eurydike stirbt ein zweites Mal und verschwindet für immer in der Schattenwelt.

 

Von Komponisten verschiedener Epochen vielfach aufgegriffen haben vor allem die Opern von Claudio Monteverdi (1607) und Christoph Willibald Gluck (1762) die Musikwelt verändert. Entgegen dem Mythos verleiht Gluck seiner Oper jedoch ein versöhnliches Ende: Gerührt von Orpheus‘ tiefem Schmerz und der großen Liebe der beiden greift Amor ein und bringt Eurydike ins Leben zurück.

 

Das mixed-abled POUR ENSEMBLE arbeitet zum ersten Mal mit einer Oper und nähert sich mit seiner interdisziplinären Arbeitsweise dem Mythos von Orpheus und Eurydike in der hoffnungsvollen Version von Christoph W. Gluck an. Die Musiker*innen des POUR ENSEMBLE Gunda Gottschalk, Fabian Neubauer und Ute Völker haben  eine sehr eigenwillige Interpretation der Gluck‘schen Musik erarbeitet. Die Ensemblemitglieder spielen, tanzen, schreien und sie singen auch  – eine Premiere. Eine Annäherung an die Kunstform Oper, aber auch ein Stück über Mut, über die Liebe und über das Vermissen. Darüber, sich nach einem Menschen zu sehnen, eine Prüfung bestehen zu müssen und über die Schwierigkeit, sich nicht anschauen zu können.

Das Theaterstück heißt Orpheus und Eurydike.

Es ist eine Geschichte aus dem antiken Griechenland.

Das heißt:

Die Geschichte ist über 2.000 Jahre alt.

Es geht um Liebe, Trauer und um Mut.

Was passiert in der Geschichte?

Orpheus ist ein berühmter Sänger.

Seine Frau heißt: Eurydike.

Sie sind frisch verheiratet.

Es ist der Tag nach der Hochzeit:

Eine Schlange beißt Eurydike.

Eurydike stirbt.

Sie geht in die Unterwelt.

Das ist das Land der Toten.

Von dort kommt niemand zurück.

Orpheus ist sehr traurig.

Er klagt die Götter an.

Der Gott Amor hat Mitleid.

Amor ist der Gott der Liebe.

Amor erlaubt Orpheus:

Er darf in die Unterwelt gehen:

Orpheus darf Eurydike aus der Unterwelt zurückholen.

Aber Amor will Orpheus testen:

Orpheus muss 2 Prüfungen bestehen.

Erste Prüfung:

Orpheus muss die Furien besiegen

Die Furien bewachen die Unterwelt.

Sie sind also Wächterinnen von der Unterwelt.

Orpheus schafft das.

Zweite Prüfung:

Orpheus darf Eurydike nicht anschauen.

Auf dem ganzen Weg zurück aus der Unterwelt.

Zuerst müssen beide aus der Unterwelt raus sein.

Dann darf Orpheus Eurydike wieder anschauen.

Orpheus schaut Eurydike nicht an.

Das macht Eurydike traurig.

Sie denkt:

Er liebt mich nicht mehr.

Ich bleibe lieber in der Unterwelt.

Deshalb schaut Orpheus sie doch an.

Er bricht die Regel.

Und Eurydike stirbt nochmal.

So ist das Ende von der Geschichte aus dem antiken

Griechenland.

Aber in diesem Theaterstück geht es weiter:

Der Gott Amor hat wieder Mitleid.

Er bringt Eurydike zurück zu den Lebenden.

Das ist das Ende.

Diese Aufführung ist eine Oper.

Das heißt:

Es gibt viel Musik.

Es gibt Tanz.

Es gibt Gesang.

Es gibt Schreie.

Alles zusammen.


Gefördert durch:

KONTAKT: Ute Völker • Marienstr. 18 • 42105 Wuppertal • [email protected]